Spruchsammlung


Wer dem Wilde zugetan, weil er gar nicht anders kann,

da er sich mit Herz und Hand liebend der Natur verband,

spürt in seiner Seele Grund und seiner Weidmannsehre,

dass er ohne guten Hund nur ein halber Jäger wäre.

In Freud und Leid, zu jeder Stund, hält einer treu zu Dir: Dein Hund!

Wenn Dir ein Mensch ein Unrecht tut und es wird Dir zu bunt,

Beschimpfst Du ihn in Deiner Wut und nennst ihn einen Hund.

Bedenkst nicht, dass ein treues Tier nie so sein könnt wie der.

Der Name Hund ist - glaube mir - ein Schimpfwort nimmermehr.

Er dankt für jedes kleine Stück und blickt Dich an beseelt.

Er spricht zu Dir mit seinem Blick, da ihm die Sprache fehlt.

Erkenn den Wert bevor`s zu spät, sei gut zu Deinem Tier,

Denn, wenn Dein Hund einst von Dir geht, hält niemand mehr zu Dir.


Niemals möchte ich es wagen, 

ohne guten Hund zu jagen. 

So er fehlt, wo s immer sei,

wird die Jagd zur Luderei.

Fast wichtiger noch als Waffen ist's, 

sich gute Hunde anzuschaffen. 

Denn ohne Hilfe guter Hunde,

geht nutzlos manches Wild zu Grunde.

Der Stolz des Jägers ist sein Hund,

bringt der verloren, was da wund,

und jagt er, was da krank, zu Stand,

so ist das Weidwerk Hand in Hand.


Suchend streift er durch die Flur,

nichts entgeht der feinen Nase,

selbst die allerkleinste Spur

Wittert er im hohen Grase;

Wie gewandt, wie klug, wie fein

Weiß er alles auszuspähen!

Seiner Arbeit zuzusehen

Ist schon Götterlust allein.


 

 

 

 

Nicht das, was einer niederlegt, 

nur was dabei sein Herz bewegt, 

nur was er fühlt bei jedem Stück, 

das ist das wahre Jägerglück.

 

 

 

 

 Jagst Du im Wald, Feld oder Au,

jagst Du auf Hirsch Gams oder Sau,

jagst Du als Edelmann oder als Knecht,

merke nicht wer sondern wie jagt weidgerecht.


Die 10 Bitten eines Hundes an den Menschen

 

1. Mein Leben dauert etwa 10 bis 15 Jahre.

Jede Trennung von Dir bedeutet für mich Leiden.

Bedenke dies, bevor Du mich anschaffst.

 

2. Gib mir Zeit zu verstehen, was Du von mir verlangst.

 

3. Setze Vertrauen in mich – ich lebe davon.

 

4. Zürne mir nie lange und sperre mich zur Strafe nicht ein!

Du hast deine Arbeit, Dein Vergnügen und Deine Freunde

– ich aber habe nur Dich.

 

5. Sprich viel mit mir. Wenn ich auch Deine Worte nicht verstehe,

so doch Deine Stimme, die sich an mich wendet.

 

6. Wisse, wie immer an mir gehandelt wird – ich vergesse es nie.

 

7. Bedenke, ehe Du mich schlägst, dass meine Kiefer mit

Leichtigkeit die Knöchelchen deiner Hand zerquetschen könnten,

dass ich aber keinen Gebrauch von Ihnen mache.

 

8. Ehe Du mich bei der Arbeit unwillig schiltst, bockig oder faul, bedenke:

Vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter, vielleicht war ich der Sonne zu lang ausgesetzt

oder vielleicht habe ich ein verbrauchtes Herz.

 

9. Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde

– auch du wirst einmal alt sein.

 

10. Geh jeden schweren Gang mit mir. Sag nie: „Ich kann so etwas

nicht sehen“ oder „Es soll in meiner Abwesenheit geschehen“.

Alles ist leichter für mich mit Dir, auch mein letzter Gang.

 

 Quelle: aus dem Buch "Der Jagdhundwelpe" von Hans-Jürgen Markmann


 Das Schießen allein macht den Jäger nicht aus.

Wer weiter nichts kann, bleibe besser zu Haus.

 

Doch wer sich ergötzet an Wild und an Wald,

auch wenn es nicht blitzet und wenn es nicht knallt.

Und wer noch hinaussieht zur jagdlosen Zeit,

wenn Heide und Holz sind vereist und verschneit,

wenn mager die Äsung und bitter die Not 

und hinter dem Wilde ein herschleicht der Tod.

 

Und wer ihm dann wehret, ist Weidmann allein,

der Heger, der Pfleger kann Jäger nur sein.

Ein Jäger, der kein Brauchtum pflegt 

das Wild nicht füttert und nicht hegt,

der nur zum schießen ist im Wald ,

nicht richtig anspricht eh'es knallt,

gewissenlos lässt Nachsuchen sein,

gibt besser ab den Jägerschein.

Wer sinnvoll Flint' und Büchs' benützt

das edle Stück vorm Raubzeug schützt,

dem Wilderer das Handwerk legt

und stehts nach bestem Vorbild hegt,

das Wild vorm Hungerstod bewahrt,

der lebt nach rechter Weidmannsart.