Über uns

Ohne Zweifel - wir sind hundeverrückt und GM-infiziert. Getreu dem Motto "Jagd ohne Hund ist Schund" trifft man uns selten ohne Vierbeiner an. Aber auch abseits der Jagd verzichten wir ungerne auf die Gesellschaft unserer Hunde. Damit Sie sich einmal ein Bild von uns Zweibeinern machen können, möchten wir uns hier kurz vorstellen.

 

2020 haben wir - Fabian und Franzi - den Zwinger von Königsdamm übernommen, den Franzi 2010 mit ihren Eltern gegründet und den A-Wurf sowie B-Wurf herangezogen hatte. Zukünftig möchten wir nun den Zwinger zusammen fortführen. Da mit Dixie (Dorle vom Hochholz) leider nicht gezüchtet werden kann, obwohl sie alle Voraussetzungen erfüllt, hoffen wir mit der Nachwuchshündin Elva von der Kiwitzheide (eine Tochter der von uns ausgebildeten vW Cora von der Kiwitzheide sowie Enkelin unseres vW Arven von Königsdamm) in ein paar Jahren einen Wurf planen zu können.

Franziska Kühl

Zuchtwartin VGM-Landesgruppe Ostwestfalen-Lippe e.V.

Hundeobfrau des Hegering Rendsburg

 

Ich lebe für die Jagd mit Hund. Dies wurde mir quasi in die Wiege gelegt. Bereits meine Eltern sind mit Hunden groß geworden, von väterlicher Seite kam die Leidenschaft zur Jagd hinzu.

 

Aufgewachsen bin ich mit unserer Deutsch Kurzhaar-Hündin Nora von Mariahöh. Früh eiferte ich meinem Vater sowie meinem Opa nach, auch eine Jagdhundeführerin zu werden. Nora und ich waren unzertrennlich und jeden Tag gemeinsam unterwegs. Durch diese Hündin entstand mit Sicherheit auch der Hang zur Farbe schwarz.

 

Nicht unerwähnt lassen möchte ich außerdem den Rüden meines Opas namens Fletscher, der mich ebenfalls enorm prägte und zu dem sich eine ganz besondere Beziehung entwickelte, die mit Worten kaum zu beschreiben ist - er war ein Herzenshund, wie man so schön sagt.

 

Nach dem Tod von Nora zogen durch einen glücklichen Zufall gleich zwei Hundewelpen bei uns ein. Mein Vater Hermann nahm sich der Deutsch Drahthaar-Hündin Stella vom Goldenen Ritter an und ich durfte mich an der Deutsch Stichelhaar-Hündin Asra von Königsberger's probieren. So führte ich mit nur 12 Jahren meinen ersten Hund erfolgreich zur VJP und HZP. Von und mit dieser herausragenden und hoch passionierten Hündin habe ich unglaublich viel lernen dürfen.

 

Als nach und nach die Ära dieser Hunde leider zu Ende war und wir es nie lange ohne Hund ausgehalten haben, wurde fieberhaft nach einem neuen Welpen gesucht. Fündig wurden wir bei einem guten Freund aus Hermanns Kindertagen, der gerade einen Wurf liegen hatte. So zog im Jahre 2006 die Große Münsterländer-Hündin Akira von Treenetal bei uns ein.

 

Da ich zu diesem Zeitpunkt mitten in der Ausbildung steckte und wenig Zeit hatte, war ein Hund für mich alleine nicht drin. Mein Vater übernahm die Ausbildung von Akira. Ich unterstützte ihn lediglich dabei, damit auch ich unsere Hündin problemlos führen konnte. Fortan teilten wir uns den Hund auf der Jagd.

 

Akira überzeugte nicht nur uns mit ihrem enormen Arbeitswillen, ihrer Härte und Intelligenz, bei gleichzeitiger Führigkeit, so dass wir uns letztendlich entschieden, mit ihr züchten zu wollen. Da sich meine berufliche Situation mittlerweile entspannt hatte, sollte ein Welpe aus dem Wurf bleiben.

 

Infiziert vom Großen-Münsterländer-Virus studierte ich die Deckrüdenliste und begann, mich mit den Themen Zucht und Vererbung gezielter auseinander zu setzen. Der Zwinger von Königsdamm wurde zunächst auf den Namen meines Vaters angemeldet. Er war der offizielle Züchter, unsere Würfe waren jedoch immer ein Familienprojekt.

 

Aus unserem ersten Wurf blieb mein Wunschrüde  Arven von Königsdamm. Er wurde ein stattlicher Jagdgebrauchshund und Zuchtrüde. Mit ihm probierte ich viele neue Wege und konnte somit meine Kompetenzen in Sachen Ausbildung deutlich erweitern. Seither bilde ich hin und wieder auch Jagdhunde für andere aus und/oder versuche mein Wissen an andere Gespanne weiter zu geben. 

 

Neben meinem Vater - von dem ich enorm viel gelernt habe - lese, schaue, beobachte, analysiere ich gerne und vertiefe somit meine Kenntnisse. Bei der Ausbildung von Hunden gibt es für mich nicht den EINEN Trainer, ich schaue mir gerne von überall her etwas ab. Regelmäßig besuche ich Fortbildungen zu Themen wie Hundeverhalten, Ausbildungsmethoden oder Zucht.

 

Fabian Kern

Wildhüter / Berufsjäger

Anerkannter Nachsuchenführer

 

Das Jagd-Gen des Großvaters übersprang eine Generation und trat bei mir wieder zum Vorschein. Schon als Kind hatte ich einen schier unbändigen Freiheitsdrang und die Natur übte eine große Anziehungskraft auf mich aus.

 

Den Jagdschein in der Tasche, fehlte mir für einen Jagdhund jedoch lange die Zeit. Meine Leidenschaft zu reisen und die vorherige Arbeitssituation mit langen Schichtdiensten ließen es nicht zu, sich adäquat um einen Vierbeiner zu kümmern. 

 

Seit mehreren Jahren bin ich nun aber als Wildhüter/Berufsjäger tätig. Als Fachbereichsleiter des Wildschonreviers Zürich ist es notwendig, einen Jagdgebrauchshund zu führen, denn für die weidgerechte Arbeit in und um Zürich kann man auf den Einsatz eines Jagdhundes nicht verzichten.

 

Zu Beginn dieser Tätigkeit war die Zeit allerdings zu knapp, sich um einen Welpen und dessen Ausbildung zu sorgen. Es sollte zunächst also ein ausgewachsener Hund einziehen, der (nach Gewöhnung aneinander) auch recht fix einsatzfähig sein sollte.

 

Über Freunde entstand der Kontakt zum GM-Zwinger vom Allgäuer Tor, der eine junge Hündin abzugeben hatte. So holte  ich mir die bereits bis zur HZP ausgebildete Große Münsterländer-Hündin Dorle vom Hochholz, Rufname Dixie.

 

Da Wildunfälle im Stadtgebiet Zürichs häufig vorkommen, begann ich mit der Ausbildung von Dixie zum Nachsuchenhund und legte mit ihr im Laufe der Zeit mehrere Schweißprüfungen erfolgreich ab.

 

Die Arbeit auf der Wundfährte ist die primäre Aufgabe von Dixie. Gemeinsam sind wir als anerkanntes Nachsuchengespann selbst für schwierigste Nachsuchen berufen.

 

Ein Großer Münsterländer ist für meine Tätigkeiten als Berufsjäger und Nachsuchenführer der perfekte Begleiter. Diese Rasse ist vielseitig einsetzbar sowie durch die tiefe Nasenführung, dem gefestigtem Laut, der Wildschärfe und das körperliche Potenzial bestens für die Schweißarbeit geeignet. Schnell war mir bewusst, dem großen Münsterländer bleibe ich treu.

 

Als Nachfolgerin wird Elva von der Kiwitzheide nun von Welpenbeginn an auf die Nachsuchenarbeit vorbereitet.

 

Durch meinen Beruf bin ich in Sachen Wildtierkunde, Biodiversität, Lebensraumveränderungen etc. stets am Puls der Zeit und kann mögliche Veränderungen durch die tägliche Arbeit direkt beobachten. Dennoch gehören Fortbildungen zu all diesen Themen zur Selbstverständlichkeit, denn Stillstand ist Rückschritt. Mein Wissen gebe ich außerdem an Jagdschüler weiter und bin ebenso als Prüfer tätig.

 

Auch die Hundeausbildung ist einem stetigen Wandel unterzogen, bei dessen Prozess man immer aufs Neue lernt. Die Hundezucht, respektive die Jagdgebrauchshundezucht, hingegen ist für mich noch weitestgehend Neuland. Das interessante und breit gefächerte Themenfeld  ist jedoch äußerst spannend und wird in Theorie und Praxis vertieft.



Hermann Kühl

 

Seit jeher ist Hermann in Fockbek verwurzelt. Geboren und aufgewachsen auf dem landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern, spielten Jagd und Hunde schon immer eine Rolle. Sein Vater, Hans sen. Kühl, war einer der Pächter des Fockbeker Reviers und führte durchgehend Jagdhunde.

 

Im Jahre 1978 löste Hermann seinen ersten Jagdschein. Als ersten eigenen Hund richtete er einen Deutsch Drahthaar-Rüden ab.

 

Auch im Leben seiner Frau Margrit hat es schon immer Hunde gegeben. So war von Beginn an klar, dass die Kinder Franziska und Timm nicht ohne Hund groß werden. Die Deutsch Kurzhaar-Hündin Nora von Mariahöh wurde als Nachfolger des früh verstorbenen DD-Rüden zugelegt. Ihr folgten im Hause Kühl die Deutsch Stichelhaar-Hündin Asra von Königsberger's  und fast zeitgleich die Deutsch Drahthaar-Hündin Stella vom Goldenen Ritter. Im Jahre 2006 zog die erste Große Münsterländer-Hündin Akira von Treenetal ein. Hermann wurde offizieller Eigentümer und auch Ausbilder. Akira blieb vorerst Einzelhund, da Franzi die Zeit für einen eigenen Hund fehlte.

 

Der Werdegang von Akira auf den Prüfungen verlief  überaus erfolgreich, so dass sich Hermann mit der GM-Hündin für die vorm-Walde-Auslese-HZP qualifizierte. Trotz eines etwas unglücklichen Prüfungsverlaufs für das Gespann, holten die beiden einen 8. Platz heraus und können enorm stolz auf diese Leistung sein. Doch Akira ist vor allem ein Hund der Praxis. Sie überzeugt mit Passion, Jagdverstand und ihrer Führigkeit.

 

2010 reifte der Gedanke, mit Akira züchten zu wollen. Auch deshalb wurde unser Vorhaben tatsächlich in die Tat umgesetzt, weil Franzi sich sehr mit dem Thema Zucht auseinander setzte und sich eh wieder einen eigenen Jagdhund zulegen wollte. Die Voraussetzungen für einen Wurf waren zudem gegeben, weil Margrit mit einer Bauzeichnungsfrima selbstständig ist und sie so die meiste Zeit von zu Hause aus arbeiten kann. Somit war auch über Tag das Wohlbefinden der Welpen gesichert. Hermann wurde offizieller Züchter und Franzi fungiere zunächst als Hauptansprechpartnerin des Zwingers. Entscheidungen wurden aber immer innerhalb der ganzen Familie diskutiert und beschlossen. Der A-Wurf und B-Wurf waren stets ein Familienprojekt.