Unsere Jagd mit dem Großen Münsterländer

Das Revier, dem wir angehören, liegt rund um Fockbek und umfasst ca. 2000 ha Land.

 

Es ist ein Hoch- und Niederwildrevier und bietet uns sehr vielseitige Jagdmöglichkeiten durch

Gewässer, Waldgebiete, Wiesen, Felder und der traumhaft schönen Moorlandschaft. 

 

Wasser, Wald, Wiesen, Acker und Moor
Wasser, Wald, Wiesen, Acker und Moor

Die Hege und Pflege der Tier- und Pflanzenwelt liegt uns sehr am Herzen.

So ist uns Artenreichtum sehr wichtig. Um ein gewisses Gleichgewicht in unserer Kulturlandschaft Aufrecht zu erhalten,

werden u.a. die Profiteure der heutigen Zeit bei uns stärker bejagt und anderes Wild freiwillig geschont. 

 

Unsere große Leidenschaft gilt daher der Raubwildbejagung. 

Hierfür wurden und werden Kunstbauten eingesetzt sowie Marderburgen platziert.

Hinzu kommen etliche Naturbauten und andere Verstecke. Diese Stellen werden verstärkt von uns aufgesucht.

 

Dafür ist bei uns nicht nur der Bauhund wichtig, sondern auch ein ruhig abwartender "Großer", der außerhalb bzw. über der Erde agiert.  

Die vielen Knicks, Buschhaufen und Marderburgen sind außerdem für alle Hunde zugänglich. Beute machen bedeutet auch hier Teamarbeit!

 

Da wir regelmäßig zur Raubwildjagd gehen, benötigen unsere Hunde Wild- und Raubzeugschärfe,

so dass ein Abwürgen von krankem Wild im Sinne des Tierschutzes schnell und sicher gewährleistet ist.

Ein erfolgreicher Jagdtag: Arven (links) mit Iltis und Akira (rechts) mit Marder (01/2013)
Ein erfolgreicher Jagdtag: Arven (links) mit Iltis und Akira (rechts) mit Marder (01/2013)

JAGD OHNE HUND IST SCHUND

Getreu diesem Motto, sind unsere Hunde unsere ständigen Begleiter.

 

Da unser Revier eben sehr viele Möglichkeiten bietet, benötigen wir vor allem vierbeinige Allrounder, wie der Große Münsterländer einer ist.

Unsere Hunde stehen im ständigen Jagdeinsatz, da sie - nahezu das ganze Jahr über - die verschiedensten Aufgaben erledigen.

 

Außerdem dürfen wir uns glücklich schätzen, gute (Jagd)Freunde zu haben, so dass wir bereits auf die ein oder andere Einladung zur Jagd zurückblicken können. Dies ermöglicht uns und unseren Hunden, auch über die eigene Reviergrenze hinaus, Erfahrungen zu sammeln.

 

Auf Klapper- und Treibjagden suchen unsere Hunde planmäßig und ausdauernd das Gelände ab.

Dabei werden kleine Anpflanzungen durchkämmt und auch vor Dornen nicht halt gemacht. Vorhandenes Wild wird stets angezeigt.

Vorstehmanieren und Verlorenbringer-Qualitäten zeichnen unsere Hunde hierbei aus.

 

Bei den Drückjagden gehen wir mit unseren Hunden durch, wir sind keine Standschnaller, sondern wollen unsere Hunde bei der Arbeit sehen

und uns persönlich von deren Leistung überzeugen. Wir bevorzugen es daher auch hier, die Hunde kurz jagend zu führen.

 

Neben unserem hervorragendem Rehwildvorkommen, können wir uns auch an einem sehr guten Rotwildbestand erfreuen. 

Durch die stetige Ausbreitung des Schalenwildes ist die Arbeit auf der roten Fährte in unserem Revier immer wichtiger geworden.

Hinzu kommt, dass viele Hauptverkehrswege, Bundes- und Landstraßen durch das Revier führen. Wildunfälle sind dadurch leider vorprogrammiert.

 

Um das Wild von seinen Leiden zu erlösen, sind Zuverlässigkeit und Ausdauer bei unseren Hunden gefragt. 

Durch Akira haben wir wichtige Erfahrungen in der Schweißarbeit gesammelt. Mit Arven haben wir dieses Wissen weiter vertiefen können.

 

Die Ansitzjagd läuft bei uns ebenfalls nicht ohne Hund ab. Dabei kommt uns die absolut ruhige Art unserer Hunde zu Gute.

Sie warten auf ihren Einsatz und stehen sofort parat, wenn sie gebraucht werden.

 

Bei der Jagd auf Krähe, Taube, Gans ist Gelassenheit, Beobachtungsgabe und evtl. blitzschnelles Eingreifen wie auch Apportierfreude gefragt.


Für Wasserfreude ist der GM bekannt - unsere Schwarz-Weißen sind da keine Ausnahme - und stets begeistert bei der Sache. 

 

Die Arbeit im Wasser ist ein Spezialgebiet von Akira. Unsere Hündin ist hier voll in ihrem Element und zeigt hierbei besonders gern

ihren großen Jagdverstand und Arbeitswillen. Damit hatte Arven eine hervorragende Lehrmeisterin an seiner Seite.

 

So arbeiten beide oft immer noch, wenn andere Hunde längst aufgegeben haben und bringen auch aus der letzten Ecke des Gewässers

noch die Enten hoch. Jeder Zentimeter wird umgekrempelt. Auch größere Entfernungen spielen hier keine Rolle. Es macht einfach Spaß,

den Hunden dabei zuzusehen und so zeigen sie uns regelmäßig tolle Arbeiten. 

 

Auch auf unseren Pirschgängen sind die Hunde stets an unserer Seite und machen uns auf alles Wild aufmerksam.

 

Besonders stolz sind wir auf das kleine aber feine Vorkommen von Rebhühnern in unserem Revier.

Jährlich zählen wir den Bestand und beteiligen uns am Monitoring des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e.V.

 

Für uns ist es außerdem eine Selbstverständlichkeit, in der Sommerzeit die Wiesen nach Kitzen abzusuchen, um diese vor dem Mähtod zu retten.

Auch das ist Jagd und gelebter Naturschutz. Hierbei sind uns die Hunde wieder einmal eine große Hilfe. Gleichzeitig ist es eine wunderbare Abwechslung mit großem Trainingseffekt. So manches Kitz konnten die Hunde bereits aufspüren und somit vor dem sicheren Tod bewahren.


Zu einem gut ausgebildeten Jagdhund gehört unserer Meinung nach aber auch, dass der Hund zwischen der Arbeit und den Haustieren unterscheiden kann. Neben all unseren jagdlichen Aktivitäten, können unsere Hunde dies sehr fein auseinander halten.

 

Kaninchen, Geflügel und Katzen werden zu Hause ohne wenn und aber in Ruhe gelassen.

Auch auf der Jagd werden Rinder quasi nicht beachtet und schafrein sind unsere Vierbeiner natürlich ebenfalls. 

 

Ein cleverer Jagdhund nutzt die freie Zeit zum regenerieren und genießt das Familienleben.

Wir bieten selbstverständlich ausreichend Ruhephasen, denn auch das Entspannen ist für einen Hund unerlässlich.


  Wir möchten an dieser Stelle aber einmal betonen und gleichzeitig klar stellen, dass wir unsere Jagd in erster Linie als

bestmöglich zu betreibenden Naturschutz und zusätzliche Nahrungsquelle ansehen.

  

Wir sind keine Trophäensammler!

 

Der Schmuck ist für uns nebensächlich. Für uns zählt, dass wir der Natur und den Tieren ganz nah sein können.

Naturschutz ohne Bejagung ist in unseren Augen und aus vielerlei Gründen in Deutschland nicht möglich.

Die Hege und Pflege des Wildes und der Natur sowie gute und qualitativ hochwertige Nahrung, sind uns enorm wichtig.

 

Jedes Tier, auch welches durch "unser Wirken" stirbt, wird von uns mit dem größten Respekt behandelt.

 

Wir geben alles dafür, dass kein Tier unnötig leidet.

Aus diesem Grunde legen wir auch so viel Wert auf eine gute Hundeausbildung.